Telematikinfrastruktur – das deutsche Gesundheitssystem vernetzt sich

Anfang 2016 trat das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen – oft E-Health-Gesetz genannt – in Kraft. Hier wurde nicht weniger beschlossen als die komplette Vernetzung von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Kliniken und Krankenkassen durch Telematikinfrastruktur (TI) zum schnellen Austausch relevanter Daten. Das System wird von einer eigenen Gesellschaft getragen. Für die Sicherheit soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zuständig sein. Patienten besitzen mit der elektronischen Gesundheitskarte bereits ihren Schlüssel zur TI. Auch zahnärztliche Praxen und andere sollten schon seit Sommer 2018 startklar sein, doch die Umsetzung hakte an verschiedenen Stellen und auch am Widerstand von großen Teilen der Ärzte- oder Zahnärzteschaft.

Was ändert sich durch E-Health-Gesetz und Telematikinfrastruktur in der zahnärztlichen Praxis?

Am 01. Juli 2019 ist nun die letzte angepasste Frist verstrichen – Zahnärzte und andere Mediziner, die dann nicht an die TI angeschlossen waren, müssen ab diesem Datum eine pauschale einprozentige Kürzung ihres Kassenhonorars hinnehmen. Trotzdem bleiben viele Ärzte, Psychotherapeuten oder Zahnärzte dem System bewusst weiterhin fern.  Dabei wird der grundsätzliche Nutzen des Systems, das im Idealfall diverse Prozesse für Ärzte, Patienten und Versicherer vereinfachen kann, eher selten bestritten. Vielmehr richten sich Kritik und Ablehnung seit Jahren gegen mögliche negative Auswirkungen auf den Praxisablauf und besonders auf mangelnde Sicherheit und Probleme beim Datenschutz.

Stichwort: Datenschutz

Längst haben verschiedene Tests belegt, dass das System keinesfalls so sicher ist, wie vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) behauptet. Das bedeutet: Es kann aktuell nicht auch nur annähernd ausgeschlossen werden, dass Unbefugte sich Zugriff auf Patientendaten und weitere sensible Informationen verschaffen. In anderen Fällen kann die mangelnde Systemsicherheit unbeabsichtigt zu Verstößen gegen die neue EU-Datenschutzgrundverordnung führen. Das erhebliche Haftungsrisiko tragen dann Ärzte oder Zahnärzte, obwohl sie für die Sicherheitslücken in aller Regel gar nicht verantwortlich sind. Praxen, die sich dem System trotz Honorarkürzung aktuell verweigern, tun das also aus gutem Grund und klären ihre Patienten gern dazu auf.

Datensicherheit bei Ihrem Zahnarzt in Schweinfurt

Bei Ihrer Zahnarztpraxis im City-Karree Dr. Marion Ramming sind Ihre Daten sicher! Wir schließen uns nicht der Telematikinfrastruktur an, da uns die Datensicherheit fehlt. Mehr Informationen zur Datensicherheit bekommen Sie direkt bei uns in der Zahnarztpraxis oder hier.